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Der Grasfrosch - ein Märzfrosch

Der Grasfrosch wird auch Märzfrosch genannt, denn die Tiere erwachen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen aus ihrer Winterstarre. In regenreichen Nächten wandern sie in zu ihren Laichgewässern. Besonders gerne mögen sie flache, sonnige Gewässer mit einer reichen Ufervegetation. Dort sitzen die Männchen und versuchen mit knurrenden Paarungsrufen ein Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Bei der Paarung sitzen die kleineren Männchen rücklings auf den Weibchen. Das Weibchen legt meist nur einen Laichballen im Wasser ab. Dieser sinkt zu Boden, quillt dann auf und steigt zur Wasseroberfläche. Die Gallerthülle schützt die kleinen schwarzen Eier. Aus ihnen schlüpfen nach drei bis vier Wochen die Kaulquappen.

Während sich die Kaulquappen im Wasser entwickeln, nehmen die erwachsenen Frösche ihr Landleben wieder auf. Grasfrösche leben Feldgehölzen, feuchten Wiesen und Wäldern. Wichtig sind Verstecke, in denen sich die Tiere tagsüber aufhalten können. Solche Tagverstecke sind zum Beispiel Totholzhaufen und feuchte Stellen in der Vegetation oder unter Steinplatten. Nachts verlassen die Frösche ihr Versteck und gehen auf die Jagd. Auf dem Speiseplan eines Grasfrosches stehen vor allem Insekten. Aber er frisst auch Schnecken und Würmer.

Grasfrösche bei der Paarung. Foto: Z. Tunka, LBV-Archiv
Grasfrösche bei der Paarung. Foto: Z. Tunka, LBV-Archiv

Froschregen

Drei Monate brauchen die Kaulquappen, um sich zu kleinen Fröschen zu entwickelen. Zuerst werden die Hinterbeine sichtbar. Der Ruderschwanz wird zurückgebildet. Dann entwickeln sich die Vorderbeine und der junge Frosch steigt an Land. Manchmal verlassen so viele Jungfrösche ein Gewässer, dass man von einem „Froschregen“ spricht. Die Jungfrösche verteilen sich in der Umgebung und leben fortan wie erwachsene Grasfrösche.

Anfang November suchen sich die Frösche ein geeignetes Winterquartier. Manche überwintern am Grund von Gewässern, andere verstecken sich in Erdlöchern. Anders, als vielfach geglaubt, können sich die Frösche nicht einfach einfrieren lassen. Viele Frösche sterben jedes Jahr am Grund von Gartenteichen, weil sie im Eis eingeschlossen wurden. Wasserpflanzen, die Sauerstoff abgeben und eisfreie Stellen können den Fröschen beim Überwintern helfen.

 

 

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Wussten Sie schon, dass…

  • Grasfrösche wegen ihrer braunen Färbung zu den so genannten Braunfröschen gehören? Andere Braunfrösche sind der Moorfrosch und der Springfrosch.

  • Grasfrösche meistens gemeinsam innerhalb von 3 Tagen ablaichen?

  • Der Laichballen eines Weibchens durchschnittlich aus 3000-4000 Eiern besteht?

  • Grasfrösche mit ihren kräftigen Hinterbeinen bis zu 1 m weit springen können?

  • Männliche Grasfrösche zwei innenliegende Schallblasen haben? Andere Unterscheidungsmerkmale sind die waagrechte Pupille und der dunkle Schläfenfleck.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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