Der Libellenweiher

Viele Libellen kann man auch weit ab von Gewässern beobachten. Zur Fortpflanzung sind sie jedoch auf Gewässer angewiesen. Die Libellenweibchen legen ihre Eier ins Wasser. Manche Arten bohren mit ihrem Legestachel die Stengel von Wasserpflanzen an. Die Larven entwickeln sich im Wasser zu den ausgewachsenen Tieren. Je nach Art kann das bis zu fünf Jahre dauern. Erst die ausgewachsenen Tiere verlassen das Wasser.

Immer mehr Kleingewässer verschwinden aus unserer Landschaft. Mit der Anlage eines Weihers unterstützen Sie unsere Libellenfauna.

Die Blaugrüne Mosaikjungfer kommt häufig an kleinen Weihern und Gartenteichen vor. Foto: A. Giessler, LBV-Archiv
Die Blaugrüne Mosaikjungfer kommt häufig an kleinen Weihern und Gartenteichen vor. Foto: A. Giessler, LBV-Archiv
Nur die Männchen des Plattbauchs haben den kräftig blau gefärbten Hinterleib; die Weibchen sind gelb. Foto: M. Bosch, LBV-Archiv
Nur die Männchen des Plattbauchs haben den kräftig blau gefärbten Hinterleib; die Weibchen sind gelb. Foto: M. Bosch, LBV-Archiv

 

 

Was muss ich bei der Anlage beachten?

Normalerweise stellen sich Libellen sehr schnell an neu geschaffenen Gewässern ein. Damit sie sich dort auch fortpflanzen, sollten Sie bei der Anlage Ihres Gewässers einige Punkte berücksichtigen.

Lage

Wählen Sie einen sonnigen Standort auf einer extensiv bewirtschafteten Fläche oder einer Brache. 

Tiefe

Ein Libellenweiher sollte möglichst flach sein. Bereiche mit einer Tiefe von 5 bis 20 cm Tiefe sind besonders günstig. Das Ufergefälle sollte weniger als 5 cm pro Meter betragen. Wenn Sie ein größeres Gewässer anlegen, versuchen Sie, unterschiedlich tiefe Bereiche zu schaffen.

Uferlinie

Libellen mögen lange Uferlinien mit vielen Buchten. Vielleicht legen Sie auch einige Inselchen an?

Wasserpflanzen

Manche Libellenarten beötigen Wasserpflanzen zur Ablage iherer Eier. Solche Arten können Sie mit einer Bepflanzung des Weiherbodens unterstützen. Geeignete Pflanzen sind Hornkraut (Ceratophyllum submersum) und Ähriges Tausendbaltt (Myriophyllum spicatum).

Keine Fische

Setzten Sie keine Fische in ihren Libellenweiher. Fische fressen Insekten und deren Larven. Werden die Libellenlarven nicht selbst gefressen, so finden sie nicht mehr genügend Nahrung. Auch Gänse und Enten sollten vom Libellenweiher fern gehalten werden.

 

Pechlibellen bei der Paarung. Die Grosse Pechlibelle ist die häufigste Libellenart in Bayern. Foto: A. Giessler, LBV-Archiv
Pechlibellen bei der Paarung. Die Grosse Pechlibelle ist die häufigste Libellenart in Bayern. Foto: A. Giessler, LBV-Archiv

Weitere Infomationen

Ein Libellenweiher ist das Richtige für Sie? Dann finden Sie auf den folgenden Seiten alles, was Sie über die Anlage eines Kleingewässers wissen müssen.

Sie möchten mehr über Libellen erfahren? Hier finden Sie Informationen über die...

Blaugrüne Mosaikjungfer

 

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