Wie pflege ich meine Hecke richtig?

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es vor allem wichtig, die Gehölze in Trockenperioden ausreichend zu wässern.

Danach sind in regelmäßigen Abständen bestimmte Pflegemaßnahmen nötig. Alle Pflegemaßnahmen werden im Winter durchgeführt. 

Der seitliche Rückschnitt und die Saummahd erfolgen alle ein bis zwei Jahre. Beide Maßnahmen sorgen dafür, dass angrenzende Flächen problemlos genutzt werden können.

Seitlicher Rückschnitt:

Der seitliche Rückschnitt begrenzt das Höhen- und Breitenwachstum. Dadurch wird die Nutzbarkeit angrenzender Flächen gewährleistet. Außerdem verdichtet sich die Hecke durch den Rückschnitt. Davon profitieren Kleinvögel, die im dichten Astgewirr ihr Nest bauen.

Der Schnitt wird mit Heckenschneidemaschinen oder einem auslegermontiertem Mähbalken durchgeführt. Er sollte so erfolgen, dass die Hecke nach oben hin schmaler wird. Die Hecken-Oberfläche sollt stumpf sein. So werden bodennahe Teile gut belichtet und die Hecke wird Innen nicht kahl. Der nächste Schnitt muss 5-10 cm weiter außen erfolgen, damit die Äste nicht an derselben Stelle geschnitten werden.  Nach etwa 10 Jahren erfolgt dann ein stärkerer Rückschnitt ins alte Holz.

Saummahd:

Die Mahd verhindert das Vordringen der Gehölze ins Umland. Es reicht aus, die Heckensäume alle 2 Jahre zu mähen. Die Mahd kann aber auch im Zuge der normalen Bewirtschaftung durchgeführt werden. Lassen Sie das Mähgut einige Tage an Ort und Stelle liegen. Kleintiere können dann das Schnittgut verlassen. Samen fallen aus und können weiter verbreitet werden.

Es ist auch möglich, den Heckensaum zu beweiden. Damit sparen Sie sich den Einsatz der Maschinen. Das Problem des Abtransports des Mähguts erübrigt sich.

 

 

Nach 5-7 Jahren ist die Krautschicht im Inneren der Hecke einigermaßen verdrängt worden. Nun beginnt die Hecke von Innen heraus kahl zu werden. Damit Neuntöter und Haselmaus ihren Lebensraum nicht verlieren, wird der so genannte Stockhieb durchgeführt.

Danach fällt wieder Licht ins Heckeninnere. Neue Lichtholzarten könne dort auskeimen. Die gestutzten Gehölze schlagen mit kräftigen Jungtrieben aus. Viele Gehölze blühen nach einen Stockhieb besonders reichlich.

Der Stockhieb wird im Spätwinter durchgeführt. Dabei werden Baumstockaustriebe und Sämlinge mit der Axt oder der Hippe abgehackt. Die Schnittführung sollte schräg nach unten gehen.  Es sollten immer nur einzelne Abschnitte der Hecke auf den Stock gesetzt werden. So bleiben immer ausreichend Versteckmöglichkeiten für die Heckenbewohner zurück.

Nach dem ersten Stockhieb kann die Hecke alle 7-15 Jahre auf den Stock gesetzt werden.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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